Paris – Nice, einfach

erst-warten-und-dann-schon-vorbei 03/09 #02 Sehr französisch, schon gar nicht mehr zu toppen an französisch Sein erst-warten-und-dann-schon-vorbei 03/09 #01 , heute in Aups am Samstag den 14.03.2009. Schon am frühen Vormittag beim Kauf des Entwurmungsmittels für meine Katzenschar warnte mich die Veterinärin, meinen Wagen außerhalb der Grande Avenue des Dorfes abzustellen, es sei doch heute Paris – Nice. Und wer geht von P nach N? Die Radler, aber ja! Also tat ich auf dem Wochenmarkt, was ich jeden Samstag tue: Ich kaufe meine Pink Lady beim Nurapfelhändler aus Manosque, dann gehe ich ins schattigste aber sehr sympathische der sieben Cafes und harre meiner Freundinnen, die aus allen Ecken der Gegend kommend, sich hier jeden Samstag versammeln und ein wenig ratschen. Das war bald erledigt. Ich geh noch schnell die Süddeutsche besorgen, die vom Freitag, eh klar und dann zurück nach Hause. Aber heute baute man sich ab viertel vor zwölf am Rande eben der Grande Avenue, so heißt sie wirklich, auf und wartete. Ich tat ebenso, auf dem Gehsteig sitzend. Provencalische Trance macht sich breit. Alle stehen, sitzen und warten. Dann kommen Polizisten auf Motorrädern, ein heftig beklatschtes Touristenpaar auf einem Tandem und wieder Stille. Ich wundere mich, wie knapp einige Leute an mir, der Tiefsitzenden vorbeigehen. Mich traf der Zipfel einer Jacke, einer beschwingten Handtasche wich ich aus. Jetzt kommt alles in Bewegung, Motorräder mit Fotojournalisten darauf, noch mehr Polizisten, quitschrote, gelbe, blaue Autos mit den Ersatzrädern und dann, hepp, hepp, schießen sie vorbei, die Radler auf dem Wege nach Paris. Vier Sekunden hohe Erregung hatten wir da lange erwartet. Dann aus. erst-warten-und-dann-schon-vorbei 03/09 #03 Ich hole den Blumenstrauß für Francoise, die heute Geburtstag hat  und fahre nach Hause. Die Fotos sehen aus wie Tauschbildchen aus einer Bonbonniere aber es war wirklich und so, Freunde glaubt mir, es war so, so französisch halt.

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